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Beständig aktualisiert seit: Januar 2006  Vorläuferseiten, u. a. zur Schmerztherapie bereits seit 1999

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18.06.2009: Gesetz zur Patientenverfuegung
Der Bundestag hat den Gesetzentwurf des Abgeordneten Joachim Stuenker u. a. zu Patientenverfuegungen mit 318 Ja- und 232 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen angenommen. Naeheres hier unter Patientenverfuegung.
Initiative

=> siehe dazu das - palliatives extra -    vom 02.06.2008

Herzlich willkommen im Informations-Portal Hospiz- und Palliativversorgung “vom Frühchen bis zum Greis”.

Auch wenn ich eine ganz klare und konkrete Position (für eine freie Entscheidung zur Hospiz- und Palliativversorgung, um damit den Wunsch nach Suizid- und Sterbehilfe gar nicht erst entstehen zu lassen) vertrete, ist dies eben nur meine ganz persönliche, welche ich nicht als verbindlich für andere sehen kann. Unabhängig von der eigenen Sichtweise darf die Toleranz für andere Entscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Zulässigkeit nicht verloren gehen, da diese als Ausdruck der Patientenautonomie also des Selbstbestimmungsrechtes jedes Einzelnen zu sehen sind. Bitte beachten Sie bei Interesse den meinen Einschätzungen zugrunde liegenden persönlichen Werdegang hier ...

Natürlich freue ich mich, wenn Sie sich mit meinen Standpunkten identifizieren, aber mindestens genauso, wenn Ihnen die hier präsenten Informationen helfen sollten, die für SIE richtige Einstellung zu erarbeiten ...

Wenn Sie sich gleich zielgerichtet informieren wollen, empfehle ich Ihnen, zur Übersicht zu wechseln. Alle, welche zunächst eine Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen sehen wollen, finden diese hier im Anschluss.

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Hospize und Palliativstationen werden niemals die Versorgung aller Sterbenden übernehmen können, das ist weder beabsichtigt, noch wäre es sinnvoll. Tatsächlich werden die meisten Patienten mit einem schnell beherrschbarem Grund -Repertoire an Palliativversorgung dort, wo sie auch jetzt behandelt werden, zufriedenstellend versorgt werden können. Und für diejenigen, wo dies nicht ausreicht, bieten sich dann hoch qualifizierte Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung an.

Dreh- und Angelpunkt der eigenen Entscheidung wird immer die mitgeteilte Prognose sein. Da Einwilligungen in Therapien ohnehin nur rechtlich wirksam werden, wenn die Aufklärung realistisch erfolgt, ist dieser eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die tatsächliche Überlebensrate sollte auch in der Realität der prognostizierten annähernd entsprechen. Dabei ist es m. E. unerheblich, ob der Patient an den Folgen der Erkrankung (z. B. Krebs) oder deren Therapie (z. B. aufgrund von Herzschäden nach Chemotherapie) verstirbt. Relevant sei, wie viele dies tatsächlich und dauerhaft überleben.

Ein bildhafter Vergleich aus dem Sport/Fußball: Wer ohne objektive Informationen über die Art und Stärke seines Gegners ist, rechnet sich selbst als Kreisligaverein gegen eine in Spitzenbesetzung auftretende Mannschaft der Bundesliga eine Chance aus, wenn ihm zudem lediglich mitgeteilt wird, er werde auf einen Überraschungsgegner treffen, welcher von ihnen zu schlagen sei. Bei potentiell tödlichen Erkrankungen (siehe nachfolgend) aber geht es nicht um ein Promotion-Spiel, der Spieleinsatz ist ungleich höher: DAS LEBEN, wohlgemerkt das des Patienten, nicht das Leben des Therapeuten oder der Angehörigen. Also womöglich ein Kampf ohne jede Chance ... Oder umgekehrt: Würden Sie in Kenntnis der tatsächlichen Sachlage bei diesem Beispiel aus dem Sport Ihr Vermögen als “Wetteinsatz” investieren?

Hilfreich können hier sicherlich auch Erfahrungsberichte und Bücher derjenigen sein, welche dies - erfolgreich oder weniger erfolgreich - bereits durchgemacht haben.

Immer wieder kann man in Todesanzeigen lesen: “Bis zuletzt gehofft, gekämpft und doch verloren ... “ Das habe ich unzählige Male begleitet und meine dazu:

 

Wenn heilen unmöglich wird ... 

... diese Aussage orientiert sich an den Umstand, dass bei den meisten, welchen eine Heilung versagt bleibt, dies von einem bestimmten Zeitpunkt an sicher vorhersehbar sein wird. Es kann sich hier um Stunden, Tage, aber auch Wochen und Monate vor dem Tod handeln. Hierbei gibt es natürlich fliessende Grenzen, die sich auch durch die Einstellungen und Vorgaben der Betroffenen ergeben. Gerade hier könnten sich verbindliche Patientenverfügungen, welche diese Grenzen definieren, als überaus hilfreich erweisen. Bei Kindern wird es allerdings auch hier schwieriger. Zwei Elternteile, welche nicht zwangsläufig der gleichen Meinung sein müssen, haben hier gemeinsam zu entscheiden.

In der Palliativsituation besteht nicht mehr der Anspruch die Krankheit zu heilen, sondern ihre Symptome erträglich zu machen. Den Betroffenen kann Mut gemacht, keinesfalls darf die Hoffnung genommen werden. Hoffnung darauf, dass man ihr/ihm auch in allergrösster Not und Leid zur Seite steht und alles dafür unternimmt, eine Leidenslinderung zu erreichen.

Ich bin zudem überzeugt, dass es weitaus grösseren Mutes bedarf, über Sterben und Tod zu sprechen, als dem jeweils anderen etwas vorzumachen ... Womöglich ist es dieser fehlende Mut, vielfach Hoffnung auf Heilung auszudrücken, wenn diese längst ausgeschlossen ist?!

Anhänger der Hospiz- und Palliativbewegung und Befürworter der Sterbehilfe haben auch vieles gemeinsam, nur reagieren sie unterschiedlich auf vergleichbare Situationen und Umstände:

In der Hospizbewegung wird versucht, unerträgliches Leid durch den Erfahrensschatz und die Therapiemöglichkeiten der Palliativmedizin zu lindern und dieses Leid  - auch längerfristig -   zu begleiten. Je früher nach der Erkenntnis, “dass heilen unmöglich wird”, ein Therapierichtungswechsel hin zur Palliativmedizin erfolgt, umso einfacher und effektiver wird diese sein. Zu dieser Zeit könnte der/die Betroffene dann auch noch in der Lage sein, wichtige Angelegenheiten zu regeln oder tatsächlich noch eine immer wieder “für später” aufgeschobene Unternehmung durchführen.

Hospiz- und Palliativversorgung ist keine Herbeiführung des Todes, sondern ein Zulassen dessen, was letztendlich nicht verhindert, sondern nur noch - oftmals unter erheblichen Verlust an Lebensqualität - hinausgezögert werden kann. Nur wer eine künstlich verlängerte Lebenserwartung als Standard definiert, kann hierin eine Verkürzung sehen.

Jedem sollte klar sein, daß Veränderungen im Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel ... normale Anzeichen verlöschenden Lebens sind und auch bei Fortführung der Therapie unabwendbar eines Tages auftreten werden! Niemand hat bei Eintritt des Todes einen Puls von 72, einen Blutdruck von 120/70, 15 Atemzüge/min. und normale Blutwerte im Labor ...

Eine bedarfsgerechte Schmerztherapie führt in der Hand des Geübten nicht zwangsläufig zur Lebensverkürzung!

Es soll durch hochqualifizierte Palliativmedizin der Wunsch nach Sterbehilfe gar nicht erst entstehen. Dazu sollen auch meine Seiten einen Beitrag leisten. Ich bin überzeugt, mit einer flächendeckenden qualifizierten Palliativmedizin wird das Thema Sterbehilfe rasch den aktuellen Stellenwert verlieren. Grundvoraussetzung hierfür sind klar formulierte und für jedermann nachvollziehbare Mindeststandards für alle, welche “Hospiz- und Palliativmedizin” unter dieser Bezeichnung anbieten -wollen-! Die Familienhospiz-Initiative hat diesen absoluten Mindeststandard für Ärzte bereits definiert: Basiskurs Palliativmedizin (40 h, auch als Kurs-Weiterbildung bezeichnet) in Verbindung mit der Möglichkeit auch stärkste Schmerzmittel verordnen zu können. (BTM-Zulassung)

Wenn in einer aktuellen Stellenanzeige eine außerklinische Intensivpflege als palliative Schwerstpflege bezeichnet wird, bedarf es der Klarstellung. Eine Langzeitbeatmung oftmals über Jahre ist Intensiv- und damit Maximaltherapie, dies hat mit Palliativmedizin nichts zu tun, ist eher das Gegenteil. Übrigens habe ich 2007 eine außerklinische Intensivstation selbst besucht. Wer unter solchen Umständen beatmet und künstlich ernährt wird, hat über Jahre hinweg kaum die Möglichkeit eines friedlichen Todes.

Defaho

All diejeniegen, welche angesichts einer zum Tode führenden Erkrankung noch Wiederbelebungs- und Intensivmaßnahmen fordern, sollten sich fragen, ob sie dann angesichts eines “unerträglichen” Ergebnisses dieser Bemühungen, nach Suizid- oder Sterbehilfe rufen ... Was also zunächst nicht zugelassen wurde, würde dann herbeigeführt!

Befürworter der Sterbehilfe wollen zwar zumeist ebenfalls die Palliativmedizin nutzen,  möchten den Betroffenen, Angehörigen und deren Betreuern  das Leid, wenn es unerträglich erscheint, ersparen und Möglichkeiten nutzen, dieses Leben zu beenden. Die Frage sei legitim, welcher Anteil des “Unerträglichen” durch die Krankheit selbst und welcher durch die (- fortgesetzte -) Therapie oder deren Folgen verursacht ist.

Bei Kindern erfolgt die Pflege durch Familienangehörige zu Hause in einem weitaus größeren Maße, als dies bei Erwachsenen der Fall ist. Das heißt auch, daß diese von der Pflegeversicherung Pflegegeld erhalten, wichtig zu wissen, daß dieses nicht gezahlt  wird für Zeiten der Ersatz- und der Kurzzeitpflege (jeweils 4 Wochen Anspruch/Jahr) und die Inanspruchnahme zudem mit erheblichen Mehraufwendungen verbunden wären ...

Natürlich ist es, auch bei Erwachsenen, absolut wünschens- und erstrebenswert, wenn diese Betreuung durch Angehörige , bei Kindern zumeist durch ein Elternteil erfolgt. Dort aber, wo elterliche Liebe und Zuwendung durch fachliche Kompetenz zu ergänzen sind, bedürfen diese einer erfahrenen Unterstützung. So könnte z. B. durch den engagierten Einsatz von Physiotherapeuten zahlreiche Krankenhausaufenthalte (z. B. Atemkomplikationen, Kontrakturbehandlung, einschl. OP`s ...) vermieden werden. Dadurch enstünden dort zugleich Kapazitäten zur Übernahme der Ersatz- und Kurzzeitpflege …

Das Schlimmste das Eltern widerfahren kann, ist ohnehin die Mitteilung: “Wir können ihr Kind nicht mehr heilen, es wird sterben.”

Nun sollte man alles daransetzen, dem Kind (sinngemäß natürlich auch bei Erwachsenen) die zu verbleibende Zeit so erträglich wie möglich zu gestalten. Man sollte alle Möglichkeiten der Leidenslinderungsmedizin einsetzen und versuchen, die Betreuung in der vertrauten Umgebung zu Hause durchzuführen. Hierfür aber sind einige Voraussetzungen nötig, um dies den Familien zu ermöglichen. Zunächst geht es um die Unterstützung durch ambulante Kinderhospize, Brückenteams, amb. Kinderpflegedienste, amb. Kinderhospizdienste, Haushaltsdienste usw..

 

 

 

Zugleich ist zu regeln, was im Falle von sehr oft vorhersehbaren Komplikationen zu unternehmen, wer zu verständigen ist. Selbstverständlich soll es sein, dass die Kinder vor der Entlassung aus der Klinik gründlich leidenslindernd behandelt und eingestellt werden, so dass möglichst anhaltend Schmerzfreiheit vorliegt und keine sonstigen schwerwiegenden und vermeidbare Probleme das Wohlbefinden des Kindes beeinträchtigen.

Weiter ist für alle Komplikationen, welche man nicht zu Hause in den Griff bekommt, eine Anlaufstelle für eine stationäre Behandlung zu benennen. Dies gilt im gleichem Maße, wenn die Betreuungsperson zu Hause überraschend ausfällt oder überlastet ist. Eine Intensivtherapie am absehbaren Lebensende ist durch vorausschauende Betreuung möglichst auszuschliessen.

Die Familienhospiz-Initiative hat nun seit Mitte Oktober 2007 neben den bekannten Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen auch Hospize und Palliativstationen, welche eigentlich für Erwachsene eingerichtet wurden, über die Betreuungsmöglichkeiten von Kindern befragt. Die Ergebnisse finden Sie auf den Länderseiten.

Für all diejenigen, welche den Hintergrund einer klinischen Einrichtung bevorzugen, sind die Behandlungsmöglichkeiten in Kinderkliniken und Palliativstationen gegeben. Für alle, welche nach einer belastenden Krankenhaustherapie oder aus Enttäuschung über eine nicht mögliche Heilung Abstand von einer klinischen Einrichtung wünschen, bieten sich die Angebote in den Kinderhospizen und Hospizen an, so sie denn in der jeweiligen Region auch angeboten werden oder durch örtliche Flexibilität erreichbar sind. Dort wo es die optimale Möglichkeit nicht gibt, muß aus den verfügbaren die beste auszuwählen sein.

Welches Maß an Diagnostik und Therapie hierbei jeweils noch zum Einsatz kommt, sollte sich nach den Wünschen des Betroffenen richten. Als Faustregel dürfte gelten, je näher und leichter diese erreichbar sind, desto eher dürften diese auch genutzt werden.

Ein bildhafter Vergleich zur Schmerztherapie: Wenn ein Verdurstender in der Wüste nur einen Fingerhut voll Wasser gereicht bekommt, wird er mehr verlangen. Ist dies dann Ausdruck von Sucht? Ist es Ausdruck von Sucht, wenn jemand nach adäquater Schmerztherapie verlangt, um wieder am Leben teilhaben zu können, weil sein gesamtes Denken nur noch vom Schmerz erfüllt ist? Das Suchtpotential dieser Medikamente kann und darf nicht verharmlost werden, dies darf aber nicht dazu führen, daß diese, gerade am Lebensende, wo dies sicher eine untergeordnete Rolle spielt, nicht im erforderlichen Umfang verordnet werden.

All diejenigen, welche Betäubungsmittel als stärkste Schmerzmittel grundsätzlich ablehnen, sollten sich vor Augen führen, daß diese bei jeder Vollnarkose zum Einsatz kommen und z. B. auf  - chirurgischen - Intensivstationen zum Standard-Repertoire an Medikamenten gehören.

Daß eine unzureichende Schmerztherapie, unabhängig von der menschlichen Komponente, durchaus auch gravierende straf- und zivilrechtliche Folgen haben kann, habe ich wiederholt dargestellt.

Ein erheblicher Anteil der enormen Resonanz auf diese "Lobby-Arbeit für Leidende" aber beruht auf der qualifizierten Weiterleitung dieser Informationen, ich danke allen ganz herzlich, welche sich hier auf diese Weise einbringen.

Und nun sind wir auch beim ökonomischen Ansatz angelangt. Unwidersprochen blieb selbst im Deutschen Bundestag im Raum stehen: Das letzte halbe Lebensjahr ist das teuerste des ganzen Lebens. Nur wer der Meinung ist, es gäbe keine Alternative, wird sich, so er nicht ohnehin nur "schonend" aufgeklärt wurde, für Therapien entscheiden,  welchen wohl oftmals absehbar, keine heilende Wirkung mehr zugebilligt werden kann (Therapie trotz Aussichtslosigkeit?).

*** Privates Beispiel: ***

Bei der Krebserkrankung meiner Mutter (Cervix-Ca.) wurden anläßlich nach einem Sturz durchgeführter Röntgenaufnahmen massive Knochenmetastasen (Tochterabsiedelungen) festgestellt. Dabei war das linke Schultergelenk fast völlig zerstört, am linken Oberschenkel hatte eine Metastase diesen fast vollständig durchtrennt, nur ein kleiner Steg von einem knappen halben cm auf einer Seite war noch Knochen.

Es folgte eine Besprechung beim Radiologen zur Strahlentherapie. Unter vier Augen erörterten wir die Aussichtslosigkeit der Situation und er pflichtete mir bei, hier nichts mehr zu unternehmen. Als dieser dann aber zu meiner Mutter an die Krankenwagentrage trat, verschlug es mir die Sprache:

„Sie haben hier und hier Schmerzen, die könnten wir Ihnen nehmen, wenn wir sie bestrahlen.“

Gut, ich hatte keine Rechte als Betreuer hier zu entscheiden, aufgeklärt aber hat er mich (Schweigepflicht!?).

Meine Mutter bekam keine Aufklärung, sollte aber zustimmen … Sie hat das aber abgelehnt.

Diese Therapie hätte für meine Mutter auch bedeutet, dreimal in der Woche ca. 80 schmerzhafte km mit dem Krankenwagen zurückzulegen … Drei Tage später brach der Oberschenkel beim Lagern, mit einem Geräusch, als würde man ein Ripperl Schokolade abbrechen.

Der Oberschenkel wurde dann mittels einer Nagelung operativ versorgt. Bemerkenswert war dabei, dass der Anästhesist (ein Asiate) unaufgefordert äußerte, keine Notfallmaßnahmen zu ergreifen, ergäben sich bei der Operation Komplikationen …

***

Manche sehen ihr Heil in einem Ende in der Schweiz. (Gift-Cocktail von Dignitas ~ 20 Tage Menschlichkeit) Nach den deutschen Tarifen für diese “Dienstleistung” (bis zu 8000.- €) wären dies dann bis zu 32 Tage Hospizaufenthalt!

Andere aber möchten zu einem Zeitpunkt, wo sicher vorhersehbar ist, daß Heilung unmöglich wird, in Würde und nach eigenen Vorstellungen betreut werden = Hospiz- und Palliativversorgung.

Weil gerade die Therapien, welche zum Einsatz kommen, wenn kaum noch Hoffnung auf Heilung besteht, besonders kostenträchtig sind, relativieren sich die Kosten der Hospiz- und Palliativversorgung im Vergleich dazu. Wer sich einem Hospiz anvertraut, wird zudem keine großen Kosten für Therapie und Diagnostik mehr verursachen. Angesichts der angespannten Finanzlage im Gesundheitswesen ist es mehr als verwunderlich, daß diesen Wünschen nicht mit größerem Respekt und Wohlwollen begegnet wird. Mit den verbleibenden Resourcen könnte man  sich noch intensiver um diejenigen kümmern, welchen eine realistische Heilungschance beschieden ist und welche diese auch nutzen wollen. Damit kann zugleich auch den bekannten burnout-Syndromen der Beschäftigten in diesen Bereichen entgegengewirkt werden.  Wer z. B. immer wieder Sterbende wiederbelebt hat, weiß, wovon ich rede.

Im Hospiz habe ich es wiederholt erlebt, dass die Verlegung erst dann erfolgte, wenn die Maximaltherapie bis zum Äußersten ausgereizt war …  

Wem, z. B. nach einer Begutachtung durch den MDK die Aufnahme in ein Hospiz verwehrt wird, wird sich Hilfe zwangsläufig dort holen, wo auch die kostenträchtigsten Angebote möglich sind und diese wohl auch angeboten  bekommen ... Hier habe ich auch aufgezeigt, daß sich unter Umständen Erfahrungen einzelner Krankenkassen für eine statistische Auswertung eignen und diese Aussage belegen könnten. Welche Kosten fielen bei denjenigen Patienten bis zum Tode an, welchen die Hospiz-Aufnahme von den Krankenkassen verwehrt wurde? Was hätte die Betreuung im Hospiz bis zu deren Tod gekostet?

Frau Karin E. Leiter spricht in ihrem Buch "Lebensbegleitung bis zum Tod" vom "Kalbs-Suppen-Syndrom", ich sage dazu "ICH-weiss,-was-für-Dich-gut-und-richtig-ist-Syndrom". Gemeint ist eine falschverstandene Fürsorge, welche der Sterbende selbst wenig wertschätzt. Ein besonderes Phänomen ist dabei sicherlich die Nahrungsaufnahme: Wer Sterbende betreut, hat es bestimmt unzählige Male gehört, womöglich selbst gesagt - Du mußt (- genau -)  das essen, weil ...     http://www.familienhospiz.de/Literatur/literatur.html

Hospiz- und Palliativversorgung ist m. E. eine Lebenseinstellung des Verzichts und Loslassens, o. g. Buch vermittelt dies auf eindrucksvollste Weise. Massstab des Handelns sollte immer allein das Wohlbefinden des Sterbenden sein.

Der “Gesundheitsbraten”:

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in welcher dem Vater das größte und schönste Bratenstück zustand. Nicht anders kommt mir vielfach unser Gesundheitswesen vor: Übertragen auf diesen Bereich würde das bedeuten, dass, obwohl der Braten riesig (Geldvolumen) ist, er doch nicht ausreicht, weil viele “Väter” (Leistungserbringer) mit dem gleichen Anspruch auf das größte Stück am Tisch sitzen. Sie beanspruchen teilweise sogar soviel, dass sie ihre Portion überhaupt nicht bezwingen können. Wie in der Familie die bescheidene Mutter: wer nicht wie die anderen handelt, bekommt das, was einem diese zugestehen oder was übrigbleibt ...

Günter Biebl

 

Übrigens: Nur weil ich nicht um Spenden, sondern um IHRE Aufmerksamkeit, oftmals auch um ideelle Unterstützung werbe, ist mir diese intensive und beharrliche Öffentlichkeitsarbeit möglich. Als Spendenwerber (fundraising) wäre ich mental ohnehin absolut ungeeignet. In einem aber haben die fundraiser recht, wer nicht offensiv mit dem Anreiz steuerlicher Absetzbarkeit um Spenden wirbt, erhält auch keine ... Und hier ist das auch gut so, nur so kann ich die Themen frei nach eigener Einschätzung auswählen und kann dabei auch meine Glaubwürdigkeit wahren. Interessenkonflikte sind nur so ausgeschlossen.

Hier darf ich Ihnen die Koala-Bärin “Lalobajli” (vuKg) als Sympathie-Träger der Familienhospiz-Initiative vorstellen:

Koala

Warum wir gerade einen Koala-Bären zu unserem Sympathieträger ausgewählt haben, wird hier ausführlicher erläutert.

13.03.2008 (mod. am 24.07.08) Konzeption der Arbeit der:  Familienhospiz-Initiative Günter Biebl

Wer flächendeckend und langfristig Veränderungen herbeiführen will, muß ganz unten beginnen. Ganz unten heißt zum Beispiel, an den Ausbildungsstätten der Ärzte, der Pflege, der Physiotherapie. Ein wesentliches Anliegen war und ist es aber auch, die breite Bevölkerung dazu zu bewegen, über Sterben und Tod nachzudenken.

Darum auch wurden die Lokalredaktionen der Tageszeitungen um Mitwirkung gebeten! Ganz einfach deshalb, weil diese ganz nah an den regionalen Einrichtungen sind, Bescheid wissen oder sich informieren und dann Bescheid wissen und dieses dann auch weitergeben.

Daneben wurden bundesweit vor allem die Ausbildungseinrichtungen im Gesundheitswesen (von Pflege, Physiotherapeutenschulen, ... bis zu den Medizinstudenten), Palliativ-Akademien, Palliativmediziner, Schmerztherapeuten, Palliativ-Care-Ausbilder, Hospize, Kinderhospize, Elterninitiativen, Palliativstationen, Hospizverbände, die Kirchen, sonstige Medien (einschl. TV-Redaktionen), Politiker der Landesparlamente und des Bundestages, Ministerien, juristische Fakultäten: Lehrstuhlinhaber für Straf- und Medizinrecht, MDK`s der Länder, Krankenkassen, Sozialverbände, Interessenverbände der Ärzte/ Kinderärzte, Physiotherapeuten, Kliniken, Kinderkliniken, Altenheime, allgemeinb. Schulen ... berücksichtigt.

Eine Eigenheit unseres Gesellschaftsystems ist es, daß Interessenvertreter oftmals ausschließlich das von ihnen vertretene Ressort sehen. Lobby-Arbeit ist ja an sich nichts negatives. Hier aber hat der sterbende Mensch im Mittelpunkt (Netzwerk) zu stehen und daher sollte das Wirken an einer adäquaten Versorgung orientiert sein, von welcher, j eder von uns, früher oder später selbst profitieren könnte!!!

Meine Recherchen haben zudem ergeben, daß es wohl in Deutschland keine zwei Regionen geben dürfte, welche vergleichbare Strukturen in der Hospizversorgung haben.

Natürlich wurden auch die Krankenkassen und deren Medizinischen Dienste informiert, was zahlreiche Zugriffe auf diesen Seiten zur Folge hatte. Daneben aber habe ich noch viele weitere Persönlichkeiten oder Institutionen, von denen ich voraussetze/annehme, daß diese sich in diesem Bereich engagieren, über die hier präsenten Inhalte informiert.

Ein bekannter Kinderarzt hat vor ein paar Jahren sinngemäß geäußert, neue Kinderhospize würden oftmals aus dem Bedürfnis heraus, der Trauer um ihre Kinder “ein Denkmal setzen” zu wollen, von verwaisten Eltern initiiert. Ich sehe dies ganz anders: Hätten diese Eltern bei der Betreuung ihrer sterbenden Kinder “erträgliche” Bedingungen vorgefunden, wäre niemals der Wunsch nach Verwirklichung einer solchen Einrichtung entstanden. Was Kinderhospize leisten und was sie nicht leisten können, finden Sie unter: “Kinderhospize”.

Nun gilt es zunächst überall dort, wo dies möglich ist, Brücken zu schlagen. Ein Beispiel dafür ist “Kinder/stationär”! mit Hospizen - Palliativstationen - Kinderhospizen - Kinderkliniken -

Nur wo ein Brückenschlag wenig Wirkung zeigt, wie z. B. bei der Schmerztherapie, habe ich unter Nachweis (europäische Schmerzstudie) auf das strafrechtliche Risiko wegen Körperverletzung durch Unterlassen oder Unterlassene Hilfeleistung, die bundesdeutschen Kliniken und Kinderkliniken, die Hausärzteverbände, die Landesärztekammern, den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ... darauf aufmerksam gemacht. Hier darf ich zudem auf die Seite: Sterbehilfe” mit “Recht am Lebensende” verweisen.

Es darf hier durchaus die Frage einer Mitverantwortung des Gesetzgebers und der Kostenträger aufgeworfen werden, wenn den Ärzten die erforderlichen Finanzmittel für eine adäquate Palliativversorgung vorenthalten werden. Rechtlich ist mit der Stellungnahme von Prof. Dr. Duttge, Zentrum für Medizinrecht der Universität Göttingen, die Rechtslage eindeutig geklärt. Wer eine Behandlung übernimmt, trägt auch die Haftung und Verantwortung dafür. Ist ihm aufgrund fehlender Kompetenz oder Voraussetzungen eine adäquate Behandlung nicht möglich, so hat er kompetenten Rat hinzuzuziehen oder den Patienten abzugeben.

Mit Schreiben vom 03.04.2008 teilt die Bundesopiumstelle auf erneute Anfrage mit, daß meine Bemühungen bislang keine erkennbare Erhöhung der Anmeldezahlen zum BTM-Verkehr zur Folge hatten, also nach wie vor nur ca. 38 % der berufstätigen Ärzte die stärksten Schmerzmittel rezeptieren/anfordern können!

Absolut unverständlich: Wenn das Anmeldeformular nicht viel mehr als eine Unterschrift erfordert, kann diese Zurückhaltung wohl nur noch am zwingend erforderlichen Nachweis der Approbation liegen ...

Das Gute daran: All diejenigen, welche bislang ihre Patienten ohne diese stärksten Schmerzmedikamente behandelt haben, können objektiv für die Vergangenheit nicht behaupten, Palliativmedizin betrieben zu haben!!!

Wer Schwächen aufzeigt, sollte auch Möglichkeiten der Abhilfe darstellen: Hier gilt es, Qualifizierungsmöglichkeiten aufzuführen, wie zum Beispiel unter “Schmerztherapie”, “Literatur”, “Palliativmedizin” und “Fortbildung”. Damit läßt sich in kürzester Frist ausbaufähiges Palliativwissen vermitteln. Der Service von dort freigemeldeten Weiterbildungsplätzen kann kurzfristig Abhilfe schaffen und vermeidet, dass die ohnehin raren Plätze im Einzelfall ungenutzt verbleiben. Da hier regional ungenutzte Plätze überregional verfügbar werden, habe ich jeweils auch um Mitteilung von günstigen Unterbringungsmöglichkeiten (z. B. 80.- €, nein - nicht pro Tag, für eine Woche!) gebeten.

Freie Plätze in Palliativkursen wurden nicht nur für den Weiterbildungskalender erfaßt, sondern auch ganz gezielt bundesweit beworben. Besonders am Herzen lag mir hierbei auch die mögliche Qualifizierung des Lehrkörpers der Pflegeschulen (Kinder-, Kranken- und Altenpflege), in der Physiotherapeutenausbildung, aber auch beim Medizinernachwuchs, hier könnte man mit rascher Umsetzung bereits in der Ausbildung eine ausbaufähige palliativmedizinische Basis schaffen.

Eine ganz besondere Rolle nehmen auch die Abgeordneten des Bundestages und der Landesparlamente ein. Je realistischer die ihren Entscheidungen zugrunde liegenden Informationen sind, umso näher am Menschen werden diese sein.

Wofür ich absolut kein Verständnis aufbrachte. Einrichtungen, welche von vorgenannten Politikern als beispielhafte Modellprojekte mitgeteilt wurden, hatten offensichtlich an einer breiten Öffentlichkeit kein Interesse. Selbst bei Bezug auf diese Politikerempfehlungen blieben meine wiederholten Anfragen unbeantwortet! Für diejenigen, welche mir besonders am Herzen lagen, habe ich immens viel Zeit und Energie vergeblich investiert, ich habe diese Einrichtungen dann nicht unter “Kinder/stationär”, sondern unter “Verschiedenes” mit aufgeführt.

Meine Befragung ausgewählter Lehrstuhlinhaber (Strafrecht, Medizinrecht) der juristischen Fakultäten in Deutschland, zeigen im wesentlichen übereinstimmende Aussagen, welche oft nur in Detailfragen voneinander abweichen: “Recht am Lebensende”. Allerdings zeigt sich klar, daß die Rechtsprechung in den Bundesländern diese Positionen vielfach anders vertritt und entsprechende Urteile die Folge sind.

Der Mythos “Hoffnung auf Heilung für jeden bis zuletzt” ist längst entzaubert. Bei den meisten Menschen, welche aufgrund unmöglicher Heilung versterben, wird dies ab einem bestimmten Zeitpunkt, sei es in Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten vor dem Tod vorhersehbar sein. Unter “Recht am Lebensende” findet sich auch der Hinweis, daß Patienten objektiv über die Aussicht von Therapien aufzuklären sind, ansonsten ist diese Zustimmung unwirksam! Aufklärung der Angehörigen ohne Zustimmung (nicht nur in dem erfolgreichen Kinofilm Kirschblüten Hanami) des Patienten verstößt gegen die ärztliche Schweigepflicht, eine wirksame Zustimmung zu Eingriffen und Therapien ist so nicht möglich!

Der ökonomische und menschliche Aspekt: Wer für sich entschieden hat, die Dienste der Hospizbewegung für eine als würdiges Lebensende erhoffte Betreuung in Anspruch zu nehmen, wird keine kostenintensive Diagnostik und Therapie mehr verursachen. Das, was in dieser Lebensphase “lebenswichtig” ist, menschliche Zuwendung und Palliativversorgung gibt es vergleichbar zum “Spottpreis”: Tagessatz der stationären Hospize ~ 250.-/300.- €.

Übrigens: Dignitas verlangt für den Gift-Cocktail-Service über 5000.- €. Dafür könnte man, für den Fall, daß die Krankenkasse diesen Aufenthalt verweigern sollte, rund 20 Tage den Tagessatz eines Hospizes selber übernehmen!

Alle anderen können in ihren Patientenverfügungen all das Festlegen, was ihnen wichtig ist, auch die Maximaltherapie. Für viele, welche obiges bislang nicht nachvollziehen können, könnte das Buch von Frau Leiter unter “Literatur” durchaus diese Sichtweise eröffnen. Unter: “Verfügung” finden Sie auch für medizinische Laien verständliche Entscheidungshilfen.

Günter Biebl

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Was haben ein Bienenvolk und ein Koala-Bär mit Hochleistungsmedizin und Hospiz zu tun?

KoalaBS

Alle regelmäßigen Besucher des Informations-Portales und die Empfänger des - palliatives extra - wissen, dass ich immer wieder versuche, eigentlich “schwierige” Sachverhalte durch bildhafte Vergleiche nachvollziehbar zu machen.

So auch hier: Das emsige Bienenvolk soll die Hochleistungsmedizin mit der Maxime „machen, machen, machen …“ (Anlehnung an eine Aussage von Prof. Dr. Husebö) repräsentieren und der Koala-Bär steht für die Behandlung im Hospiz: „Ruhe, keine Hektik, Berührung, Zeit, zulassen, leben, Genuss …“ Das funktioniert im Bienenstock natürlich nur deshalb so beschaulich, weil genügend „Personal“ für die gestellten Aufgaben zur Verfügung steht und alle nur das Wohl der Gemeinschaft im Auge haben …

Und damit es keine Missverständnisse gibt: Ich selbst finde sowohl das Beobachten eines Bienenvolkes in unmittelbarer Nähe des Einflugloches ungemein beruhigend, wie die Wahrnehmung des Verhaltens eines Koalas, der durchaus auch mal über 20 h des Tages verschläft und wohl auch nicht zu hektischem Verhalten neigt.

Was ich damit sagen will? Abhängig von der Ausgangslage und der zu berücksichtigenden Gesamtsituation fühlt sich der Eine vielleicht nur unter den Bedingungen der Maximaltherapie gut aufgehoben, ein Anderer aber wird sich möglicherweise nur unter den Rahmenbedingungen eines Hospizes nach seinen Vorstellungen wohlversorgt sehen. Wieder andere arrangieren sich mit den jeweils gegebenen Möglichkeiten und wissen die besonderen Vorzüge für sich zu nutzen und/oder zu schätzen …

Übrigens: Diese Bienen sind zudem ausgesprochen friedliebend. Gestochen hat mich beim Beobachten noch keine, nicht einmal die, welche beim Anflug hinter meiner Brille oder in den Haaren landeten. Die Koalas kann man in Deutschland leider nur in einem einzigen Zoo besichtigen.

 

 

Zur Übersicht der Informations-Angebote der

Familienhospiz-Initiative Günter Biebl

bitte hier klicken

 

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte mit Grafiken finden Sie hier: http://www.familienhospiz.de/Zusammenfassung.pdf

Das Informations-Portal zur Hospiz- und Palliativversorgung ist eine ehrenamtlich, spenden- und werbungsfreie, unabhängige Informations-Plattform, verantwortlich ist die:

Familienhospiz-Initiative Günter Biebl

Stauffenstr. 11    86163 Augsburg

E-Mail: info@familienhospiz.de

 

Demnächst auch: Herzlich willkommen im Sozial-Portal

www.biebl7.de:

“Hochwertige Produkte für sozial Schwache erschließbar machen!”

Dies wird ein weiteres Service-Angebot der

Familienhospiz-Initiative Günter Biebl

E-Mail: sozialportal@familienhospiz.de 

 

Auf diesen Seiten werden demnächst, für die Anbieter kostenlos, hochwertige Produkte vorgestellt, welche unter bestimmten Rahmenbedingungen für sozial Schwächere kostenlos oder vergünstigt abgegeben werden.

Dies kann z. B. auf dem Weg über einen Online-Shop oder aber in allgemeinen oder speziellen Ladengeschäften, erfolgen. Denkbar ist so z. B., dass Überproduktionen oder unverkäufliche Designs (bei unveränderter hochwertiger Qualität) so einen glücklichen Abnehmer finden.

Beispiele: Schultaschen mit dem Dekor “weisse Maus” bleibt ein Ladenhüter, es wurden aber 10 000 Stück produziert ...

Trachtenmode: pro Größe ab Säugling bis zum Greis werden z. B. zwei verschiedene Sets zusammengestellt, welche wie bei ebay im Internet bestellbar sein würden. Wer Beratungsleistung beansprucht oder nicht aufs Geld schauen muß, geht in den Fachhandel.

Noch ein Beispiel: Alle Jack Wolfskin-Fans kennen dies bestimmt, die jeweils neuestens Kollektionen nehmen einem den Atem, aber diese Artikel werden und werden nicht “schlecht”. Um denjenigen aber das schlechte Gewissen zu nehmen, welche diesem Modedrang nachgeben könnten, könnte man die alten z. B. Jacken erfassen (vielleicht Inzahlungnahme) und sozial Schwachen überlassen. Bei Geltungsbedürfnis sind so die Habenden aufgrund des aktuellen Designs gut erkennbar!

 

 

 

Nachdem die ÖDP die Parteispenden-Liste nicht mehr veröffentlicht: http://www.familienhospiz.de/Parteispenden.pdf hier zum Abruf!

 

Ich “befürchte” nachfolgende chistliche Offenbarung, welche am Faschingssonntag als “Bütten-Predikt” in St. Radegundis in Wulfertshausen von Diakon Gallo gehalten wurde, hat längerfristig Bestand und wird auch nach Ablauf der Faschingszeit sicher nicht an Brisanz verlieren!

Bitte beachten Sie das Copyright:

 

© Diakon Wolfgang Gallo,

Pfarrei Wulfertshausen Buchenweg 17, 86573 Obergriesbach

 

Faschingssonntag (6. So. C) 2010

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

Faschingssonntag ist heut wieder.

Ihr wißt, ich schwöre es beim Herrn,

an Fasching predige ich gern

in lust’gen, wohlgesetzten Reimen;

doch heute ist es fast zum Weinen.

Denn heute hab ich ein Problem,

nachdem die Texte ich gesehn.

Die sind nicht aus dem Stoff verfaßt,

der unbedingt zum Fasching paßt,

denn zu unserer Befindlichkeit

jetzt zur fröhlichen Faschingszeit,

wo jeder gern am liebsten lacht,

wär leicht’re Kost mehr angebracht.

Statt dessen sind’s gar ernste Themen,

die heute uns in Anspruch nehmen.

Doch ist es unbestreitbar Fakt:

Das Leben ist ein ernster Akt.

Und wenn da etwas geht daneben,

kann’s leicht ’ne Katastrophe geben.

Drum müssen ernste Worte sein,

und drum laß ich mich darauf ein.

Und wenn ich’s recht mir überleg,

sind sie ja gar nicht so weit weg,

die Texte, die uns heut beschert,

von dem, was aus der Bütt man hört.

Im Fasching, da regiert der Narr,

des’ Aufgab’ es seit jeher war,

den Königen und Machtgewalt’gen

den Spiegel einmal vorzuhalten.

Denn die war’n oft recht abgehoben

von der Lebenswirklichkeiten Boden.

Das ist auch gar nicht anders heut,

wo vorbei der Könige Zeit.

Doch nun statt deren, in Berlin

wursteln Parteien vor sich hin,

als neue zoologische Art im Land,

als Tigerente besser bekannt.

Von Tiger jedoch ist keine Spur,

vielstimmig Geschnatter hört man nur

beim Austragen von internem Streit,

für Politik bleibt kaum noch Zeit.

Und meistens sind sie weit entrückt

von dem, was wirklich d’ Leut’ bedrückt.

In Mainz am Rhein den Till man kennt,

der in der Bütt beim Namen nennt,

mit Worten, messerscharf und stark

was faul im Staate Dänemark,

wo im Getriebe knirscht der Sand,

was es Verrücktes gibt im Land,

und was uns wenig Freude macht.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Jeremia, der Prophet,

des’ Wort heut in der Lesung steht,

der nicht sein eig’nes Wort bericht’,

vielmehr das, was Gott selber spricht,

er agiert, grad wie der Narr,

zeigt auf, was nicht in Ordnung war,

er hält den Leut’ den Spiegel vor,

macht klar, wer wirklich ist ein Tor.

Das galt nicht nur zu seiner Zeit;

es gilt genauso auch noch heut.

Denn töricht, wer auf Menschen baut,

und den Versprechungen vertraut,

Denn dem vergeht dann schnell das Lachen,

wenn es gibt ein bös’ Erwachen.

Gar mancher hat ein’ Schock erlitten,

wenn die versprochenen Renditen

statt in himmelhohe Höhen

ganz brutal in’ Keller gehen,

und statt das Geld vermehrt sich sehr,

der Topf am End ist völlig leer,

das Kapital ist ruiniert,

mit Minuszeichen hübsch garniert.

Dann ist die Rechnung schon gemacht.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Auch sonst passiert’s, wie man es kennt,

recht oft, daß sich der Mensch verrennt,

weil ihm wer etwas vorgegaukelt,

am Ende fühlt er sich verschaukelt.

Das große Los, hat er gedacht,

die Trickser ha’m ihn ausgelacht.

Dann sieht er, daß nun nichts geht mehr,

und so fühlt er sich wüst und leer.

Doch wer auf den Herrn vertraut,

der hat nicht auf Sand gebaut.

Vielleicht wird er nicht Millionär,

doch das kümmert ihn nicht sehr.

Sein Glück hängt nicht an Börsenkursen,

es kommt aus anderen Resourcen.

Er traut, daß alles schon wird gut,

das macht ihm eine Menge Mut.

Er läßt sich nicht von Angst umfassen,

bleibt vielmehr fröhlich und gelassen,

freut sich an jedem kleinen Wunder,

und geht deshalb bestimmt nicht unter.

Wie Jeremia es verkündet,

er ist wie’n Baum, der Wasser findet,

der grünt und frische Früchte treibt,

auch wenn es einmal trocken bleibt.

Dies Vertrauen ist’s, das macht,

daß der, der glaubt, am End’ stets lacht.

Doch weithin, das ist uns bekannt,

wird der Herr ganz weit verbannt,

aus Leben und Gedankenwelt,

als Hirngespinst gar hingestellt,

als Fantasie nur abgestempelt,

oder nur als Kunst und Krempel.

Auf andre Götter wird vertraut,

auf Börsenkurse fest gebaut,

Da gibt es, wie wir wissen leider,

eine ganze Menge Räuber.

Die schwören auf ein einz’ges Ziel:

Geld zu scheffeln, möglichst viel.

Rendite steht an höchster Stelle,

ganz besonders eine schnelle.

Dazu gehört es dann einmal,

daß man Menschenmaterial

nach Möglichkeit eliminiert,

und deshalb auch ganz ungeniert

Leute vor die Türe setzt,

für die dann gilt Hartz IV ab jetzt,

die Löhne drastisch minimiert,

und den Gewinn so maximiert,

und schnell den Laden noch verschlankt,

was der Börsenwert gleich ´dankt.

Solches keine Freude macht,

selbst mit Humor man schwerlich lacht.

So teilt dann dies System sogleich

die Menschen auf in arm und reich.

Auch das ist keine Neuigkeit;

das gab es schon in alter Zeit,

dort waren’s Zöllner und Konsorten,

die erpreßten, um zu horten.

Profitgier ist ein Phänomen,

das ist heut so wie ehedem.

Das hat, wie Lukas uns belegt,

Jesus schon damals aufgeregt.

Solches fand er gar nicht gut,

und darum packte ihn die Wut.

Weh euch, ihr Reichen! So droht er.

Für euch, da gibt es keinen Trost mehr.

Denn Trost, der kommt, wie man es kennt,

von Menschen, die man Freunde nennt.

Doch wo kein Freund mehr weit und breit,

da bleibt am End nur Einsamkeit.

Solch Leben keine Freud mehr macht,

kein Wunder, daß da keiner lacht.

Weh euch, ihr Satten! geht es weiter.

Diese Drohung ist nicht heiter.

Ihr werdet hungern, Jesus sagt,

denn das, wonach euch Sehnsucht plagt,

ja das, was man als Glück beschreibt,

sich nicht im Kontoauszug zeigt,

das kriegt man nirgendwo für Geld,

weil dafür nur die Liebe zählt.

Wo diese fehlt, ist nichts zu machen,

da vergeht einem das Lachen.

Weh euch, die ihr jetzt lacht!, heißt’s dann,

denn ihr fangt mal zu weinen an!

Wie’s aktuelle Leben lehrt,

sind Jesu Worte nicht verkehrt.

Dank Schweizer Datenklau-CD

ruft bald so mancher jetzt „au-weh!“,

wenn morgens, wenn es grade dämmert,

es lautstark an die Haustür hämmert:

Halli, hallo, macht auf die Tür,

die Steuerfahndung, die ist hier!

Die fängt dann an mit Suchaktionen

nach den Schwarzgeldmillionen,

die in der Schweiz man tat verstecken,

um das Finanzamt zu derblecken.

Was dort gebunkert, wird nun teuer,

denn schnell naht jetzt das Fegefeuer.

Da wird die Hölle heiß gemacht,

nur der Finanzminister lacht.

Doch nun zurück zu Jesu Wort.

Nicht nur „Wehe“ hört man dort.

Selig werden da gepriesen,

die nicht lassen sich verdrießen

von Armut, Not und and’rem Leid,

sich üben in Zufriedenheit.

Denn Glück hängt nicht an viel Besitz,

es braucht Humor und etwas Witz,

Gelassenheit und Gottvertrau’n,

dann kann man in die Zukunft schau’n,

auch wenn da vieles geht verquer,

und manches macht das Leben schwer.

Doch ziehn die Wolken auch mal weiter,

dann wird es immer wieder heiter.

Selig sind, die nicht verzagen,

an guten und an schlechten Tagen,

und die bewahren den Humor,

und bauen schlechter Laune vor,

und dadurch auch, die Trübsal blasen,

davon profitieren lassen.

Selig sind die echten Narren,

die sich spannen vor den Karren

von Wahrheit und Gerechtigkeit,

und sprechen für die kleinen Leut’.

und machen da und dort Rabatz,

auch wenn es oft ist für die Katz.

Selig die Frohnaturen sind,

die nichts aus der Fassung bringt,

und die in allen Lebenslagen

was Aufmunterndes zu sagen haben,

und verdrossenes Gezeter

von irgendeinem Miesepeter

mit Fröhlichkeit neutralisieren,

und auch die andern motivieren.

Wir erkennen sicher leicht,

wer hier arm, und wer hier reich.

Reich macht nicht Geld und viele Sachen,

reich ist, wer täglich hat ein Lachen,

auch wenn das Leben hält bereit

so manche Widerwärtigkeit,

ein Lachen, nicht aus Schadensfreud,

vielmehr aus echter Fröhlichkeit,

ein Lachen, das steckt andre an,

daß jeder fröhlich werden kann,

ein Lachen, das nur Freunde macht,

selig ist, wer derart lacht.

Daß dies die Trübsal mög’ verbannen,

dazu helf’ Gottes Segen. Amen.

 

© Diakon Wolfgang Gallo, Pfarrei Wulfertshausen

Buchenweg 17, 86573 Obergriesbach

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