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Familienhospiz-Initiative Günter Biebl, Augsburg

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Quelle: www.wikipedia.de

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Hospiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hospiz (lat. "hospitium") war im Mittelalter Name von kirchlichen oder klösterlichen Herbergen für Pilger, Bedürftige, Fremde oder Kranke (Entstehung des Begriffs Hospital; siehe dazu auch Pilgerherberge).

Im deutschen Sprachraum der Gegenwart wird mit Hospiz meist eine spezielle Pflegeeinrichtung bezeichnet, die Sterbende im Sinne der Palliativpflege umfassend versorgt. Es gibt ambulante, teilstationäre und stationär tätige Hospizvereinigungen. Unter Hospiz versteht man heute nicht unbedingt eine konkrete Institution, sondern ein Konzept der ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung. Hospize wollen (nach Student, 2004) fünf Qualitätskriterien verwirklichen:

  • Der Kranke und seine Angehörigen stehen im Zentrum des Dienstes
  • Unterstützung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team
  • Einbeziehung freiwilliger Begleiterinnen und Begleiter
  • Palliative care (Palliativmedizin) statt medical care (auf Heilung gerichtete Behandlung), das heißt: Lebensqualität statt Lebensquantität
  • Trauerbegleitung

Geschichte

1967 wurde das St. Christopher's Hospice (s. Weblinks) in Sydenham (bei London) gegründet. Von dort nahm die heutige Hospizbewegung ihren Anfang. Die Geschichte der Hospize reicht allerdings weiter zurück. Schon1842 gründete Madame Jeanne Garnier in Lyon (Frankreich) ein Hospiz, das sich speziell der Pflege Sterbender widmete. 1879 öffneten die irischen Schwestern der Nächstenliebe das "Our Lady's Hospice for the Care of the Dying" in Dublin. Es gab weitere Hospize, die als Vorläufer zu der Gründung in Sydenham gelten können.

Die moderne Hospizbewegung und die Palliativmedizin entstanden dagegen in den 1960ern in England und gehen wesentlich auf Dr. Cicely Saunders zurück. Im von ihr gegründeten St.Christopher's werden etwa 2.000 Patienten und ihre Angehörigen pro Jahr betreut. Die internationale Hospizarbeit wurde nachhaltig durch die Arbeit von Elisabeth Kübler-Ross beeinflusst. In Deutschland hat u. a. Christoph Student viel zur Entwicklung der Hospizbewegung beigetragen. Die ersten österreichischen Initiativen starteten Ende der 70er Jahre unter der Schirmherrschaft der Caritas Socialis, die für ihre Initiativen für das erste stationäre Hospiz (CS Hospiz Rennweg) 1998 mit dem Fürst "Liechtenstein-Preis" ausgezeichnet wurde.

Im Hospiz bekommen unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung. Dabei spielt die Schmerztherapie eine große Rolle. Trauerbegleitung für die Angehörigen wird angeboten. Träger dieser Häuser der Sterbebegleitung sind zumeist gemeinnützige Vereine, aber auch Kirchen und gemeinnützige Organisationen und Stiftungen.

Bedeutung für das Leben

Laut Umfragen möchten etwa 90 Prozent aller Menschen zu Hause sterben. Tatsächlich sterben sie nach Schätzungen jedoch zu etwa 50 Prozent im Krankenhaus und weitere 20 Prozent im Pflegeheim. Hospize wollen dabei eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist und deshalb von den Krankenkassen auch nicht mehr bezahlt wird. Jedoch kann für die wenigen verbleibenden Tage ein Umzug in ein Pflegeheim wenig sinnvoll erscheinen, weil ein Einleben dort nicht mehr möglich ist und die Fortsetzung des individuellen Lebensstils in dieser Zeit weder dort noch zuhause gesichert wäre.

 

Zum Bedenken:

Ich möchte

Dir nahe sein, ohne Dich zu bedrängen,
Dich umarmen, ohne Dich festzuhalten,
Dir zuhören, ohne zu fordern.

Ich möchte

Dein Schweigen achten,
Dein Weinen zulassen,
Dein Inneres Dir selbst bewahren.

Ich möchte

behutsam empfinden, was Du fühlst,
aufmerksam sein für das, was Du denkst,
doch nie Deine Würde antasten,
nie Deine Seele entblößen,
nie Deine Eigenheit hineinbiegen
in das Maß meines Verstehens.

Ich möchte

Dir Weite geben, damit Du atmen kannst
und leben und sein, der Du bist.


nach Marianne Haas)

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Was bedeutet Supervision in Hospizarbeit und Palliative Care: hier ...

Um Missverständnisse auszuschließen:

Bei der Schmerzmedikation ist sehr darauf zu achten, dass diese “nach der Uhr” verabreicht werden und nicht gewartet wird, bis der Patient wieder Schmerzen hat. Hier können sich auch die Vorzüge eines “Schmerzpflasters” ausspielen, welche jetzt auch ohne Zuzahlung erhältlich sind. Diese bleiben drei Tage am Patienten.

www.zeitzugehen.at/index.php?art_id=26  Informationen zur Hospiz-Idee mit der Möglichkeit detailierter Information für die Presse, Österreich

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.. Als ich 1980 im Einführungsblock der Krankenpflegeschule erstmals von der Hospizbewegung hörte, habe ich noch ganz naiv geglaubt, dies sei nichts besonderes, dies sei überall so. Erst später mußte ich die bittere Wahrheit erkennen, daß diese Werte und Einstellungen wohl nur dort in dieser Form „gelebt“ wurden und werden.

 2001 durfte ich nach langem Zweifeln ein Praktikum im Johannes-Hospiz der Barmherzigen Brüder in München absolvieren, sah mich dort dann aber erstmals mit Arbeitsbedingungen konfrontiert, welche meine Anschauungen, meine Ideologie und meine Motiviation diesen Beruf zu wählen, in Reinform widerspiegelten. Von da an war für mich klar, wo meine berufliche Bestimmung liegt.

 Nach knapp 25 Jahren Krankenhauserfahrung, als Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin auch in den Bereichen, welche die „Apparatemedizin“ repräsentieren, war das Umorientieren dann auch immens mühsam.

 War es zuvor sehr oft so, daß viele Patienten mit in absehbarer Zeit zum Tode führenden Krankheiten über die Erkrankung nicht informiert waren, daß Eingriffe und Operationen erfolgten, welche eigentlich der kurativen (= heilenden) Medizin zugeordnet werden könnten, daß Patienten wiederbelebt wurden, welchen damit die Möglichkeit eines friedlichen Todes genommen wurde, daß die Schmerztherapie nur selten den Bedürfnissen angepasst war, daß Begleitsymptome wie Übelkeit, Atemnot, Verstopfung, nur selten optimal therapiert waren, durfte ich nun erleben, wie ich glaube, daß es sein sollte.

 In der Verwendung der Begriffe Patient und Gast sehe ich persönlich keinen Unterschied, weil ich ohnehin an einer Betreuung orientiert bin, welche ich meinen Angehörigen, oder auch mir selbst angedeihen lassen würde.

 Aus der Hospizliteratur hat mich folgende Aussage besonders geprägt: Low tech, high touch (wenig Technik, viel Berührung – auch mental). Hier kommt auch besonders deutlich der Unterschied zwischen Intensivstationen und einer Palliativbetreuung zum Ausdruck.

 Wer gewohnt ist, nach festen Arbeitsabläufen, welche in einem Krankenhaus wohl aber auch dringend geboten sind, zu arbeiten, muß gehörig an sich arbeiten, um nun andere Prioritäten zu setzen. Muß ich den Patienten wirklich nach der Uhr lagern, wenn dies dessen Lebensqualität mindert? Muß ich ihn zum Frühstücken, zur Medikamentenverabreichung, zum Abführen, zum Baden wecken? Müssen Eingriffe, Therapien und Operationen durchgeführt werden, welche eigentlich heilenden, nur weniger lindernden Charakter haben?

 Wenn ich früher nach dem Notfallkoffer zu rennen hatte, kann ich nun beim Sterbenden verbleiben. Ich habe viel öfter als auf normalen Krankenstationen die Gelegenheit den Sterbenden in dieser Phase anzutreffen. Auf Intensivstationen wird nicht „heimlich“ oder unbemerkt gestorben, Überwachungsapparate alarmieren unverzüglich, der Blick zum EKG wird nun ersetzt durch Beobachtung, Wahrnehmung.

 Die sehr oft segensreiche Fortentwicklung der (Apparate-) Medizin hat dort ihre Berechtigung verloren, wo heilen nicht mehr möglich, nur noch Linderung möglich ist. Diese ist dann aber auch ohne jede Abstriche zu gewähren. Nicht ohne Grund spiegeln sich in Patientenverfügungen diese Lebenseinstellungen und Werte vieler Menschen wieder.

Unerträglich ist es, wenn ⅔ der Bevölkerung in einer großen Umfage die aktive Sterbehilfe befürworten. Die Antwort muß sein:

 Keine Sterbehilfe

                                               mehr Palliativwissen

Keine Sterbehilfe

                                               Schmerzen nehmen

Keine Sterbehilfe

                                               Unnötiges unterlassen

Keine Sterbehilfe

                                               Zuwendung ... ...

www.familienhospiz.de