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Meine persönliche Betroffenheit
beruht auf dem hautnahen Erleben von Patienten und deren Angehörigen in extremem Belastungssituationen, größtem Leid und immer
wieder Sprachlosigkeit in rund 30 Jahren als Rettungssanitäter (über 25 Jahre ehrenamtlich bei den Maltesern, langj. Mitarbeit im Katastrophenschutz/ABC-Einheit,
Behindertenbetreuung, mit Krankenwallfahrten - auch Lourdes - , Rettungsdienst auch mit Baby-Notarzt), davon über 25 J. als Krankenpfleger (Ausb. Klinikum Passau),
als Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin (Fachausb.: Klinikum München Großhadern, Klinikum Freising).
Dabei habe ich unter anderem auch Mehrfachschwerstverletzte, Querschnittgelähmte, Schädel-Hirn-Verletzte; Schwerstbrandverletzte (BG-Unfallklinik Murnau, mit Auslandspraktikum f. Brandverl. in der Schweiz im Universitätsspital Zürich); die akuten Krisen der Inneren Medizin; in Palliativstationen (u. a. mit Praktikum in München im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und in Österreich, Ried im Innkreis) und im Hospiz ausschließlich Sterbende ... und von Anbeginn
an immer wieder Krebs der unterschiedlichsten Fachrichtungen in der Anästhesie, Intensivmedizin und auf Normalstationen, zuletzt auch auf einer Kinderkrebsstation begleiten und betreuen dürfen. Ganz
besondere Aspekte ergaben sich auch aufgrund einer Entsendung als einziger Vertreter der Kinder-Hämatoonkologie in die Arbeitsgemeinschaft “Fallbezogene Ethikbesprechung” eines Großklinikums.
Daneben habe ich auch mehrere Jahre (bis 2000) eine
Personal-Office-Software für Personalmanagement und Dienstplanung als Systembetreuer, einschließlich der Mitarbeiterschulung, betreut.
Ebenfalls ganz besonders waren meine Erfahrungen hinsichtlich der Personalausstattung bei einem Arbeitgeber (oben nicht genannt), bei
welchem ich 15 Jahre beschäftigt war. Eine vergleichbare Station in München hatte damals zum Vergleich fast doppelt so viele Mitarbeiter in der Pflege! Dabei waren dort auch noch die
Rahmenbedingungen ungleich besser. Ich war dort auch als stellvertretender Stationsleiter einer großen chirurgischen Station (34 Planbetten, bis zu 54 belegt) tätig, habe diese Verantwortung dann
aber abgegeben, als noch weitere Stellen gestrichen werden sollten ... Hinzu kam, dass es in den Kliniken dieses Arbeitgebers auch noch ein erhebliches Gefälle im Personalschlüssel gab, ich war über
13 Jahre in dem Haus mit dem schlechtesten beschäftigt ... Der Dank für dieses Engagement? Die letzte Kündigungsmöglichkeit vor der Unkündbarkeit wurde (2003) genutzt ... Leider gab es in meiner Heimat keine Alternativarbeitsplätze ...
Übrigens: So eine Kündigung so kurz vor der Unkündbarkeit geht natürlich nicht auf seriöse Weise, die ganz erhebliche Abfindung erhielt ich
auch erst dann vollständig, als eine Gerichtsvollzieherin diesen Arbeitgeber “besucht” hatte.
Privat hat mich ganz besonders die Begleitung meiner sterbenden Mutter (1984, mit 50, Krebs) und später auch meine eigene Krebserkrankung
(2004) geprägt.
Was ab Januar 2006 als Kinderhospiz hier verwirklicht werden sollte, wandelte sich rasch zu folgendem Konzept: Es beinhaltete
die Schaffung einer palliativen Akuteinheit (palliative Einstellung, Krisenintervention, Akutentlastung der Angehörigen) mit Ambulanz und Tagesklinik, einem angegliedertem Hospizbereich zur
Versorgung vom “Frühchen bis zum Greis” als eigenständige Klinik mit insgesamt 20 Betten, sowie einer Akademie mit Wohnheim.
Fotomontage 26.07.2006
Es wurden damals sehr viele Standorte sehr intensiv auf ihre Eignung geprüft. Ich war zutiefst erstaunt
und betroffen, als mir bewußt wurde, daß der eindeutig favorisierte (siehe Fotomontage) nur einige hundert Meter (nachgemessen genau 2,4 km LL) von der Stelle entfernt lag, an welcher vor inzwischen 40
Jahren meine Taufpatin und meine Oma bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen ...
Nachdem wir die Notwendigkeit einer unverzüglichen Realisierung sahen und dieses Ziel unter den gegebenen
Umständen nicht zu verwirklichen war, beschränken wir uns nunmehr, auch in dem Bestreben, bestehende
Strukturen für die baldmögliche Realisierung dieser Ziele zu erschließen, ausschließlich auf die Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Projekt “Kinder/stationär” ist sozusagen ein virtuelles Familienhospiz entstanden.
Zum einen gelang es uns trotz intensivster Bemühungen nicht, einen Träger oder Großsponsor (Kostenrahmen 3
Mio. €, zzgl. verkehrsgünstiges Grundstück mit Wasserfläche) zu gewinnen, zum anderen ist nach der Aufwertung der Palliativmedizin (spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)) durch den Gesetzgeber auch ein
nicht kalkulierbarer immenser Umbruch festzustellen. Neben der SAPV dürfte es dann noch eine allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) oder
ambulante palliative Grundversorgung (APGV) für alle einfacher gelagerten Versorgungen geben. Wenn die Erwartungen erfüllt werden, wird es in absehbarer Zukunft
für einen Großteil der Sterbenden, unabhängig von Aufenthalt und Alter, eine angemessene Palliativversorgung geben.
Hierbei kann davon ausgegangen werden, daß wesentlich mehr Menschen von den Vorteilen einer
palliativmedizinischen Versorgung profitieren werden, als dies jetzt der Fall ist. Es wird dann aber auch immer
wieder Patienten jeglichen Alters geben, welche aufgrund besonderer Umstände auf diese Weise nicht adäquat
versorgt werden können, z. b. auch bei Notfällen, zur Krisenintervention ... welche dann in hochspezialisierten
Einheiten (nicht Intensivstationen! z. B. nach obiger Konzeption) welche geschaffen, bzw. modifiziert werden, zu behandeln sind. In anderen Fachbereichen der Medizin ist dies längst Standard.
Angesichts der speziellen Aufgabenstellung kann ich mir durchaus vorstellen, daß Palliativmediziner nach einer
besonderen Qualifikation die Betreuung aller Altersgruppen übernähmen. Dies wäre kein Neuland und bereits jetzt z. B. in der Anästhesie, der Urologie, im HNO-Bereich gängige und bewährte Praxis.
Mit diesem Informations-Portal löste ich ein Versprechen ein, welches ich 2006 für den Fall des Scheiterns obiger
Pläne, gegeben hatte. Bereits seit diesem Zeitpunkt ist dieses online und konnte insbesondere seit Oktober 2007 eine überaus beachtliche Resonanz erzielen.
Daß die Bezeichnung “Familienhospiz” keine Wortneuschöpfung von mir war, wurde mir klar, als ich 2006 von der
Familienhospiz-Karenz in Österreich hörte. Wie ich erst seit Mai 2008 weiß, hat diese Bezeichnung aber eine
noch viel längere Tradition. Ich wurde aufmerksam auf das Familienhospiz Dresden am Bahnhof, Ammonstr. 6.
Dieses wurde bereits seit dem 21.09.1913 als “christliches Gasthaus” geführt. Ich danke ganz herzlich Herrn Ersten Bürgermeister Dr. Vogel für die Abklärung im Stadtarchiv.
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