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Familienhospiz-Initiative Günter Biebl, Augsburg

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Die umfassende Arbeit zur Physiotherapie in der Palliativmedizin von Herrn Peter Nieland finden Sie hier:

Eine adäquate physiotherapeutische Versorgung sollte in der Palliativmedizin zum Standard werden. Auch bei Kindern mit lebenslimitierenden Erkrankungen, welche oftmals über viele Jahre hinweg betreut werden, ist dies für den ambulanten Bereich zu fordern. Der familienentlastende Aufenthalt in Kinderhospizen und vergleichbaren Einrichtungen ist auf wenige Wochen pro Jahr begrenzt. Näheres dazu hier:

- extra - vom 13.05.2008   Pflegebedarf bei Kindern

 

Siehe mehr dazu auch: hier ...

Bei Kindern erfolgt die Pflege durch Familienangehörige in einem weitaus größeren Maße, als dies bei erwachsenen Patienten der Fall ist. Das heißt auch, daß diese von der Pflegeversicherung Pflegegeld erhalten, wichtig zu wissen, daß dieses nicht gezahlt  wird für Zeiten der Ersatz- und der Kurzzeitpflege (außer am Aufnahme- und Entlassungstag) und damit zudem erhebliche Mehraufwendungen verbunden wären ...

Natürlich ist es,
auch bei Erwachsenen, absolut wünschens- und erstrebenswert, wenn diese Betreuung durch Angehörige, bei Kindern zumeist durch ein Elternteil erfolgt. Dort aber, wo elterliche Liebe und Zuwendung durch fachliche Kompetenz zu ergänzen ist, bedürfen diese einer engagierten Unterstützung.

Anhand obiger Zahlen können Sie den hier im Raum stehenden bundesweiten Bedarf anschaulich nachvollziehen. Als Herausforderung der Ausbildungseinrichtungen für Physiotherapie und der niedergelassenen Physiotherapeuten möchte ich es sehen, hier insbesondere auch im Rahmen von Angehörigen-Anleitungskursen diese Fachkenntnisse und -techniken zu vermitteln.

Die Anleitung von Patienten und Angehörigen ist ohnehin ein ureigenes Aufgabengebiet der Physiotherapie. In der Praxis könnte dies dann auch so aussehen, daß der niedergelassene und zwischenzeitlich qualifizierte Physiotherapeut, dann, wenn es erforderlich ist, Maßnahmen selbst durchführt (ärztl. Verordnungen dürften wohl kein Problem sein!? * leider doch, laut Hinweis v. Herrn Nieland - Mail  -  derzeit nur u. best. Umständen ohne Gefahr von Regressforderungen der Krankenkassen möglich) und in den anderen Zeiten für Rückfragen der Eltern zur Verfügung steht ...

Nach meiner Einschätzung könnte sich das auch noch rechnen, wenn dadurch Krankenhausaufenthalte (z. B. Atemkomplikationen, Kontrakturbehandlung, einschl. OP`s ...) vermieden werden könnten. Man bedanke hierbei auch die besondere Problematik bei Kontrakturen. Anders als bei Erwachsenen kommt es hierbei in der Wachstumsphase zu einem Hineinwachsen in die Kontrakturen, was aufgrund noch weicher Knochen massive Deformierungen zur Folge hat, welche dann operativ behoben werden müssen. Extremes Beispiel: Die Beine stehen so weit über Kreuz, daß es kaum mehr möglich ist, eine Hose anzuziehen, wenn durch eine Tür gefahren wird, müssen die Beine zusammengehalten werden ...

Hinweis am Rande: Im Jahre 2006 gab es bundesweit 251.515 Krankenhauseinweisungen wegen Krankheiten des Atmungssystems (ICD10: J00-J99) bei Kindern im Alter von 0 bis 15 Jahren! Diese Zahlen beziehen sich auf sämtliche Einweisungen, ohne Bezug auf eine eventl. Pflegeeinstufung. Quelle: www.gbe-bund.de

 

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Gerne möchte ich Sie auch auf folgenden Kongress aufmerksam machen:

EAPC Physiotherapie Premeeting  “Physiotherapie in Palliative Care”

7. Mai 2009, 12.30 – 16.30 Uhr  Austria Center Vienna    A-1220 Wien / Vienna

näheres finden Sie dazu hier ...

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Weitere Informationen und Fortbildungsmöglichkeiten finden Sie hier:

Basiskurs 40 h  für Physiotherapie                              (gemeldet am 08.01.2009)

Beginn: 20.07.2009 Veranstaltungsort: 73230 Kirchheim unter Teck Kosten: 410.- €

Info:  http://www.palliativ-esslingen.de/ (derzeit noch keine Inhalte zu diesem Kurs hinterlegt)

Kreisklinikum Esslingen, Akademie, Fr. Schindel: m-schindel(O)kk-es.de

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Basiskurs Physiotherapie 2009, Dresden

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 AK Physiotherapie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

1 ) eine Woche interprofessioneller Basiskurs an Zentren der Palliativmedizin / Zielgruppe : alle Physiotherapeuten

2 ) drei Tage Aufbaukurs bei den ZVK - Landesverbänden / Zielgruppe : bereits palliativ tätige Physiotherapeuten

3 ) drei Tages Infokurs : Möglichkeiten und Grenzen der Physiotherapie in Palliative Care - Palliativmedizin - und    Hospizwesen z.B. am Dr. Mildred Scheel Haus, Malteser, Ärztekammern, Pflegeschulen, Kliniken, Inhouseschulungen

Organisationen für die INDIKATOREN Therapie auslösende und beratende Berufsgruppen wie : Palliatvmediziner, Hausärzte, ambulante Pflegedienste , psychosoz. Berufsgruppen, Seelsorge,Koordinatoren, Ehrenamt

Anfragen für Kurse 2009: Peter Nieland  Carsten Wohlfart


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Die Familienhospiz-Initiative steht in keinem Geschäftsverhältnis zu den Anbietern, kann über die Qualität der Angebote keine Aussage machen und erhält bei einer Buchung auch keine Provision.

 

                                 

Ein Anstoß-Projekt der Familienhospiz-Initiative

Ende 2007 wurden auch alle bekannten Ausbildungseinrichtungen für PhysiotherapeutInnen befragt. Ein Hauptanliegen war dabei, festzustellen, in welchem Umfang PT bereits während der Ausbildung in Palliativstationen und Hospizen eingesetzt werden, bzw. ob von Seiten der Schule und der Auszubildenden Bereitschaft dazu bestünde.

Ein weiteres Anliegen war die Einschätzung der Möglichkeiten einer Kontrakturprophylaxe bei Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen, da diese ja überwiegend zu Hause und nur für wenigen Wochen im Jahr in stationären Einrichtungen wie Kinderhospizen oder Kurzzeitpflege versorgt werden.

Ein gaaanz herzliches Dankeschön an alle beteiligten Einrichtungen für die vielfältigen und kompetenten Stellungnahmen!

Die interessantesten Antworten finden Sie nun hier:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich kann Ihrem Text nur zustimmen, doch leider werden wir als Physiotherapeuten noch zu selten in die intensive Palliative Betreuung einbezogen.
Einige Kinder wurden durch meine Praxis auf diesem Wege betreut und ich konnte dadurch auch Erfahrungen in der Palliativen Betreuung sammeln, ich bin der Meinung das diese Art der Betreuung auch für die Familie eine große Unterstützung darstellt.

Mir ist es nicht bekannt das die Kinder für einen kurzen Zeitraum in einem Hospiz oder stationär in eine Pflegeeinrichtung zur Entlastung der Eltern oder Betreuer untergebracht wurden, nur wenn eine medizinische Indikation vorlag wurde diese in einem Krankenhaus stationär behandelt und im Anschluss daran wurde das Kind wieder in die häusliche Umgebung zurück gebracht.

Ich bin gerne bereit meine Kenntnisse zu diesem Thema auch mit anderen zu teilen, sollte Sie noch weitere Fragen haben - so stehe ich Ihnen hierfür gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

NRW, Veröffentlichung anonym, Anfragen werden gerne weitergeleitet

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ihre Mail hat mich sehr beeindruckt und leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass in der Palliativmedizin häufig unnötige Kontrakturen entstehen.

Aus fachlicher Sicht ist die Antwort eindeutig und sehr einfach. Kontrakturen, wenn die Ursache die Immobilität ist, sind absolut zu vermeiden. Wissenschaftliche Beweise sind vielerlei Studien bewiesen worden. Die Wirkungsweise der Mobilisation wird in den Werken von „Frans van den Berg“ ausführlich beschrieben. Es besteht also kein Zweifel daran, dass Untätigkeit die Ursache ist. Schuldzuweisungen helfen meist wenig. Die Lösung ist denkbar einfach – tägliche Mobilisation.

Ich stehe Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.   

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Stifter  Stellv. Schulleiter    

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Guten Tag Hr.Biebl,

 ich möchte kurz zu Ihren Fragen in Ihrer Rundmail Stellung nehmen:

1.Leider hat die Palliativmedizin noch nicht soweit Einzug in die Ausbildung zum Physiotherapeuten gefunden, wie es Ihr gebühren würde. Es gibt zwar ein Curriculum, welches durch eine Arbeitsgemeinschaft erstellt wurde, was jedoch keine Verbindlichkeit besitzt. (Zu beziehen über Pallia Med Verlag; Bonn ; Titel: "Basiscurriculum Physiotherapie in Palliative Care")

In unserer Schule haben wir zumindest eine kleine Unterrichtsreihe eingerichtet, in der wir Palliativmedizin als neues Feld der Physiotherapie kurz vorstellen. Physiotherapeutische Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und vor allem darstellen, dass in diesem Bereich ganz andere Ziele im Vordergrund stehen als normalerweise in physiotherapeutische Behandlungen. Ich glaube, dass das die größte Schwierigkeit für Physiotherapeuten darstellt!

In dem Zusammenhang besuchen wir ein ortsansässiges Hospiz, um die spezifische Arbeitsweise dort vorszustellen.

2.Inwieweit regelmäßige krankengymnastische Behandlungen, Kontrakturen verhindern können ist sicher eine schwer zu beantwortende Frage. Grundsätzlich kann durch passives, assistives oder aktives bewegen, die Kontrakturneigung aufgehalten werden, zumindest soweit, dass Funktionen wie vielleicht stehen, gehen, essen etc. noch möglich sind. Ist sicher aber immer abhängig vom Einzelfall!

Ich persönlich sehe jedoch trotzdem einen großen Bedarf für Physiotherapeuten in der Palliativmedizin.

Wir haben die Möglichkeit über vielfältige Maßnahmen, Schmerzen zu lindern, den Kreislauf stabil zu halten, die Atmung zu erleichtern etc. und damit den Sterbenden kleine Erleichterungen zu verschaffen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben

und verbleibe mit freundlichen Grüßen

A.Kurz   (-Stellvertretende Schulleiterin-)  

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Sehr geehrter Herr Günter Biebl,

bei starken Kontrakturen kann man z.T. nicht mehr mit den üblichen Dehntechniken arbeiten, insbesondere weil manche Patienten diese als Eigenübungen nicht selbständig durchführen können, und die kurze Behandlungszeit nicht mehr ausreicht. Hier können redressierende Seriengipse helfen. Bei dieser Methode wird das betroffenen Gelenk in der Endstellung (nach intensieve Dehnung) eingegipst (evtl. mit Kunststoffgipsen).

Erst nach einigen Tagen kann der Gips wieder entfernt werden, erneut weiter gedehnt werden und wieder eingegipst werden. Ist also eine längere Geschichte (mehrere Wochen) und ist für die Patienten nicht angenehm. Durch die Fixierung in der gedehnten Stellung kommt es zu einer Verlängerung der Muskulatur (die Anzahl der Sarkomere wird erhöht). Evtl. kann/muss mit Botox nachgeholfen werden. Botox wirkt muskellähmend, die Wirkung hält i.d.R. 3 Monate an. Nach Beendigung der Gipsserien müssen natürlich weiterhin Dehnübungen gemacht werden.

MFG

Martin Guternacht  

Bitte beachten Sie ggbfls. die Nebenwirkungs-Warnung des arznei-telegramms: hier ...

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Sehr geehrte Damen, Sehr geehrte Herren,

gerne beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen:

Die Frage 1, ob Hospiz- u. Kinderhospizthemen werden während der Ausbildung zum Physiotherapeuten thematisiert werden, muss grundsätzlich mit nein beantwortet werden. Es wäre aus meiner Sicht jedoch sinnvoll und denkbar, dies in den Unterricht einzubinden. Umfang und Inhalt müssten erarbeitet werden.

 Zu Frage 2 Ihrer Mail, ob sich Kontraktoren vermindern oder gar vermeiden lassen:

Bei entsprechender physiotherapeutischer Behandlung und Behandlungsfrequenz ist eine Vermeidung der entsprechenden Folgeproblematiken bezogen auf Mobilität möglich.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

 mit freundlichen Grüßen

Johannes Zielinski   Therapeutischer Direktor und Schulleiter Reha Rhein-Wied

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Sehr geehrter Herr Biebl,

vielen Dank für Ihre Mail. Grundsätzlich spricht natürlich nichts gegen den Einsatz von Physiotherapeuten in Hospiz- Einrichtungen. Wir als ausbildende Schule in Thüringen können aber nur innerhalb unseres Bundeslandes Praktikanten einsetzen. Die Genehmigung und Prüfung des Prakrikantenvertrages7- einrichtung obliegt dem jeweiligen Landesverwaltungsamt und ist mit Kosten verbunden. Schüler, welche eine Ausbildung zum Physiotherapeuten machen, absolvieren ein Pädiatriepraktikum.

Ein Einsatz in Hospizeinrichtungen, wäre ein gewinnbringender Schritt zur Unterstützung der Patienten.

Mit freundlichen Grüßen

Constanze Heil Fachbereichsleiterin Physiotherapie Institut für Gesundheitsberufe

Rimbachstraße 47 D- 98527 Suhl   Internet:     http://www.ifgsuhl.de  

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Sehr geehrter Herr Biebl,

bezugnehmend auf Ihre Fragen aus dem Mail vom 07.12.07 kann ich Ihnen Folgendes mitteilen.

Physiotherapeuten kommen während ihrer Ausbildung nur sehr begrenzt mit solch besonderen Einrichtungen wie Palliativstationen und Hospizen in Kontakt. Es gibt laut Ausbildungsgesetz keine extra dafür ausgelegte Praktikas Dies wäre auch als Bonusmöglichkeit der betreffenden Schule wohl hauptsächlich aus Zeitgründen nicht möglich.Es müssen schließlich in 3 Jahren der Grundausbildung alle vorgegebenen Unterrichtsstunden und Fachpraktika absolviert werden.

Ich denke dass ein weiterer Grund auch die noch geringe fachliche Erfahrung der Schüler wäre, um in diesen so sensiblen Bereichen schon arbeiten zu können. Dies sollte wohl eher ausgebildeten und sogar speziell weiterqualifizierten Therapeuten vorbehalten sein.

Um Ihre Frage nach einer operationsvermeidenden Kontrakturbehandlung bei Kindern gerecht zu werden, müsste man sicher weiter ausholen.

Ob so eine von Ihnen erwähnte OP-Methode wie Umstellungsosteotomie immer sinnvoll und gerechtfertigt ist, kann man pauschal nicht beurteilen. Dies hängt vor allem vom Krankheitsbild des betreffenden Kindes ab, der Vorbehandlung, der Prognose und der Progredienz. Sicherlich gäbe es in bestimmten Fällen viele Möglichkeiten der physiotherapeutischen Arbeit hinsichtlich einer Prävention oder Therapie von Kontrakturen.

Es gibt aber sicherlich auch ebenso viele Patientenbeispiele, wo genau diesen Ansätzen deutliche Grenzen gesetzt sind.

Eine unabdingbare Voraussetzung für eine optimale und angepasste Behandlung wäre also immer die konsequente Zusammenarbeit von erfahrenen Ärzten und Physiotherapeuten.

Standartprogramme oder Verallgemeinerungen nutzen keiner Seite.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen helfen zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

K.Knüpfer   Schulleiterin

Vogtland-Akademie Plauen   

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Sehr geehrter Herr Biebl!

Vielen Dank für Ihre Mail vom 7.Dezember 2007.

Ich würde sie sehr gerne bei der Mitwirkung zum obigen Thema unterstützen. Als stellvertretende Schulleitung der BFS für Physiotherapie Augsburg der bfz habe ich in meinem Geriatrie Unterricht dieses Thema eingebracht. Herr Srauß vom ST. Vinzenz-Hospiz hat seine Einrichtung bei uns in der Schule vorgestellt. Dies war ein kleiner Einblick in die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung.  Auch ich bin der Überzeugung ,dass der Einsatz der Physiotherapie viel vermeiden bzw.verhindern könnte!!! 

Mit feundlichen Grüßen

Doris Fehr    

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Sehr geehrter Herr Biebl,

gern gebe ich Ihnen die gewünschten Auskünfte. Ich habe meine Antworten im Text markiert. 

Mit freundlichen Grüßen 

Barbara Suppé     Schulleiterin der Physiotherapieschule an der Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, 69118 Heidelberg 

Hospiz- und Palliativversorgung - ein anderer Umgang mit Sterben und Tod

Sehr geehrte Damen und Herren,

Versorgung von Sterbenden bedeutet für alle Beteiligten Loslassen und Verzicht, insbesondere aber das in den Vordergrund zu stellen, was die Betroffenen wollen - und nicht das, was wir glauben daß ihnen gut tut -.

Ich würde mich sehr über Ihre Mitwirkung zu folgenden Fragen freuen. Zunächst würde mich interessieren, inwieweit Physiotherapeuten während der Ausbildung bereits in diesen besonderen Einrichtungen, wie Palliativstationen, aber gerade auch in den externen Hospizen und Kinderhospizen eingesetzt werden. Falls nein, wäre dies denkbar?

Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung sieht das nicht konkret vor und die Schulen haben nur 80 Std. zur freien Verfügung, um Schüler in „Sonstigen Einrichtungen“ auszubilden (dazu zählen z.B. auch freie Praxen und Rehabilitationseinrichtungen). Diese Tatsache macht es etwas schwer, noch einen zusätzlichen Einsatz in einem Hospiz einzuplanen, wobei ich die Bedeutung dieses Einsatzes durchaus hoch bewerte.

Ich habe im Rahmen eines Kurzpraktikums in einer den Kinderhospizen vergleichbaren Einrichtung Kinder (mit lebenslimitierenden Erkrankungen, siehe b. B. obige Internetseite unter "Kinderhospize") mit schrecklichen Kontrakturen gesehen. Mir fehlt als Krankenpfleger der spezielle Sachverstand, dies einzuordnen, darum würde ich mich freuen, wenn Sie dies aus Ihrer Sicht darstellen könnten. Diese Auswirkungen werden, wenn sie zu gravierend sind, in aufwendigen Operationsverfahren (z. B. Umstellungsosteotomien) wieder korrigiert. Meine Frage: Liesse sich dies durch intensive physiotherapeutische Therapie vermindern oder gar vermeiden?

Grundsätzlich arbeiten Physiotherapeuten mit Patienten, die an Kontrakturen leiden. V.a. sind sie darum bemüht, keine Kontrakturen entstehen zu lassen (Prophylaxe). Das ist jedoch stark abhängig von der Ursache dieser Bewegungseinschränkungen. Wenn z.B. eine massive Spastik vorliegt, geht das u.U. nicht so leicht… Oftmals sind Operationen die adäquate Wahl.

........ 

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 Sehr geehrter Herr Biebl,

Antworten wie folgt:                   Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Sassmannshausen    

Hospiz- und Palliativversorgung - ein anderer Umgang mit Sterben und Tod

Sehr geehrte Damen und Herren,

Versorgung von Sterbenden bedeutet für alle Beteiligten Loslassen und Verzicht, insbesondere aber das in den Vordergrund zu stellen, was die Betroffenen wollen - und nicht das, was wir glauben daß ihnen gut tut -.

Ich würde mich sehr über Ihre Mitwirkung zu folgenden Fragen freuen. Zunächst würde mich interessieren, inwieweit Physiotherapeuten während der Ausbildung bereits in diesen besonderen Einrichtungen, wie Palliativstationen, aber gerade auch in den externen Hospizen und Kinderhospizen eingesetzt werden. Falls nein, wäre dies denkbar? 

Während der Ausbildung ist dies nach APrV Richtlinien nicht offiziell möglich soweit es sich um externe Hospiz/Kinderhospiz handeln sollte. In Krankenhäusern, in welchen es eine Palliativstation bereits geben sollte, wäre dies schon vorstellbarer.

 Da aber daran gedacht ist, die Praktische Ausbildung am Patienten der Physiotherapie ambulant auszuweiten, wäre es auch in externen Einrichtungen vorstellbar soweit nachweislich staatlich anerkannte Physiotherapeuten vor Ort sind. 

Ich habe im Rahmen eines Kurzpraktikums in einer den Kinderhospizen vergleichbaren Einrichtung Kinder (mit lebenslimitierenden Erkrankungen, siehe b. B. obige Internetseite unter "Kinderhospize") mit schrecklichen Kontrakturen gesehen. Mir fehlt als Krankenpfleger der spezielle Sachverstand, dies einzuordnen, darum würde ich mich freuen, wenn Sie dies aus Ihrer Sicht darstellen könnten. Diese Auswirkungen werden, wenn sie zu gravierend sind, in aufwendigen Operationsverfahren (z. B. Umstellungsosteotomien) wieder korrigiert. Meine Frage: Liesse sich dies durch intensive physiotherapeutische Therapie vermindern oder gar vermeiden? 

Ja, natürlich ließen sich durch intensive Physiotherapeutische Maßnahmen Kontrakturen vermeiden/vermindern, dies jedoch unter der Voraussetzung das der Patient aktiv mitarbeiten kann. 

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Sehr geehrter Herr Biebl,

Bezugnehmend auf Ihre email bzgl. des Familienhospiz ist der Einsatz auf einer Palliativstation in dem Klinikum * besonders im Bereich Pädiatrie aus personaltechnischen Betreuungsgründen nicht möglich. Die inhaltliche Sichtweise setzt einen großen Erfahrungshintergrund bzgl. Eltern-Kind-Situation voraus. Die persönliche Sichtweise zum Sterben des Kindes ist darin eingeschlossen.

Der Unterricht in Pädiatrie für angehende Physiotherapeuten befasst sich mit dem Thema Lagerungen; diesen Aspekt übernimmt sicherlich die Pflege / die Eltern eines schwerkranken Kindes in einem Hospiz. Die Kontrakturen lassen sich u. U. durch Bewegungen im Rahmen des Kinder Bobath Konzeptes beeinflussen.

Ist das ZNS mit betroffen, sind die Verbesserungen zu meist minimal oder gar nicht zu erreichen. Die Schmerzsituation ist ein weiteres oft nicht geklärtes Gebiet.Diese Faktoren führen dazu, Schüler nicht in diesem Einsatz einzusetzen. Viele Unsicherheiten sind noch zu beseitigen. 

Mit freundlichen Grüßen 

Es wurde um anonymisierte Veröffentlichung gebeten        (NRW)

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Sehr geehrter Herr Biebl,

es hat jetzt etwas länger gedauert mit der Antwort, aber vor den Ferien war einfach zu viel los.

Zu Ihren Fragen. Die neuen Ausbildungsrichtlinien in NRW sehen eine 20-stündige Lerneinheit mit dem Thema „Der/Die onkologische PatientIn“ vor. Diese Ausbildungsrichtlinien werden in einem Modellschulprojekt, an dem wir teilnehmen bis 2009 eingeführt und evaluiert. Sie werden sicher nach Ablauf der Modellphase für alle Schulen in NRW verbindlich.

Die Zielsetzung besagt u.a. die Lernenden sollen sich sowohl mit der Lebenssituation Krebskranker und ihrer Angehöriger auseinandersetzen als auch einen Überblick über grundlegende physiotherapeutische Unterstützungsmöglichkeiten dieser Menschen erhalten. Hinsichtlich der physiotherapeutischen Aufgaben sollen die Lernenden ein Bild davon entwickeln, wie sie a) therapiebedingte Komplikationen vermeiden bzw. auf therapiebedingte Probleme der Krebskranken reagieren sowie b) palliative physiotherapeutische Unterstützung leisten können.

Im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung können unsere SchülerInnen mit den dort beschäftigten TherapeutInnen die Palliativstation der Karl-Hansen-Klinik besuchen und nach Absprache auch therapeutische Maßnahmen übernehmen. Dies ist erst zu einem späteren Zeitpunkt der Ausbildung (frühestens 2. Ausbildungsjahr) sinnvoll und leistbar. Es sollten vorher grundlegende Erfahrungen im Umgang mit PatientInnen in anderen Fachbereichen gemacht worden sein.

Ihre andere Frage, ob sich schwerwiegende Kontrakturen durch intensive physiotherapeutische Maßnahmen vermeiden lassen kann nicht pauschal beantwortet werden. Physiotherapie kann Kontrakturen vermeiden bzw. reduzieren. Im Fall der Palliativ Care steht aber die Schmerzreduzierung oder Vermeidung und auch die Bereitschaft und Möglichkeit der PatientInnen zur Mitarbeit an erster Stelle. Hier wäre es wichtig zu wissen, wie genau die Kontrakturen entstanden sind und es ist sicher kritisch zu bewerten ob operative Korrekturen wirklich sinnvoll sind. Ich hoffe meine Antworten sind für Sie von Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Dinger Schulleiterin

Fachschule für Physiotherapie Lippe-Institut Bad Lippspringe

www.fachschule-fuer-physiotherapie.de 

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Ich bin Lehrkraft in der Physiotherapieschule in Stuttgart, und möchte Ihnen einige der Fragen beantworten, die Sie in Ihrer Mail angesprochen haben. 

Während der Ausbildung werden unsere Schüler nicht im Bereich der Palliativversorgung eingesetzt. Ob es hier in stuttgart überhaupt solche Einrichtungen speziell für Kinder gibt, weiss ich nicht.

Ich persönlich würde es begrüssen, wenn unseren Schülern die Möglichkeit gegeben wird auch in diesen Bereich der Arbeit von Physiotherapeuten Einblick zu haben. Dann könnte auch in der Schule Fragen und Probleme aufgegriffen werden und diese hier behandelt werden. 

Natürlich könnte eine intensive Physiotherapeutische Versorgung von Kindern in solchen Einrichtungen, die auch eine Einbindung der Pflege und der Angehörigen in die Kontraktur- Dekubitus und Pneumonieprophylaxe beinhaltet, dazu führen, dass bedeutend weniger Probleme entstehen. Leider wird darauf wenig Wert gelegt. Dies wäre ein Punkt, wo Ärzte, Pflege und Angehörige hingewiesen werden müssten.

Mit freundlichen Grüßen 

Petra Stäbler      

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www.familienhospiz.de